wiki:dandin
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| wiki:dandin [2021/06/02 08:39] – [Daṇḍa] Norbert Lüdtke | wiki:dandin [2026/07/28 12:45] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
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| ====== Dandin ====== | ====== Dandin ====== | ||
| - | Im Sanskrit bezeichnet Dandin einen `Stabträger´, | + | Im Sanskrit bezeichnet Dandin einen `Stabträger´, |
| दण्डभृत् daṇḍa-bhṛt verengt `Stockträger´ auf solche, die ziellos reisen, umherschweifen, | दण्डभृत् daṇḍa-bhṛt verengt `Stockträger´ auf solche, die ziellos reisen, umherschweifen, | ||
| ==== Daṇḍa ==== | ==== Daṇḍa ==== | ||
| - | Der Begriff **Daṇḍa** दण्ड verweist mit seiner Bedeutung als `Baum´ (als solcher die Waffe des '' | + | Der Begriff **Daṇḍa** दण्ड verweist mit seiner Bedeutung als `Baum´ (als solcher die Waffe des '' |
| Die ältesten Daṇḍa der indischen Mythologie hatte '' | Die ältesten Daṇḍa der indischen Mythologie hatte '' | ||
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| In der Hand von Herrschern wird der Daṇḍa zur strafenden Waffe (rāja-preṣito daṇḍaḥ). Er ist ein Symbol der Macht, der Gewalt und Herrschaft, der richterlichen Gewalt und der Strafe (z.B. ugra-daṇḍa: | In der Hand von Herrschern wird der Daṇḍa zur strafenden Waffe (rāja-preṣito daṇḍaḥ). Er ist ein Symbol der Macht, der Gewalt und Herrschaft, der richterlichen Gewalt und der Strafe (z.B. ugra-daṇḍa: | ||
| - | Im Alltag bezeichnet der daṇḍa kraftübertragende mechanische Werkzeuge wie Butterstössel, | + | Im Alltag bezeichnet der daṇḍa kraftübertragende mechanische Werkzeuge wie Butterstössel, |
| Mit einem Daṇḍa wurden außerdem Maße festgelegt: | Mit einem Daṇḍa wurden außerdem Maße festgelegt: | ||
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| ==== Dandamis im Griechischen und Lateinischen ==== | ==== Dandamis im Griechischen und Lateinischen ==== | ||
| - | Der Begriff fand als Personenname '' | + | Der Begriff fand als Personenname '' |
| ==== Etymologie ==== | ==== Etymologie ==== | ||
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| * Bezeichnet wird damit ein Stab, der `nackt´ ist, also ohne Blätter oder Äste | * Bezeichnet wird damit ein Stab, der `nackt´ ist, also ohne Blätter oder Äste | ||
| * Im übertragenen Sinne bezeichnet das Mundawort Menschen, die alleine sind, ohne Familie, ohne Frau. | * Im übertragenen Sinne bezeichnet das Mundawort Menschen, die alleine sind, ohne Familie, ohne Frau. | ||
| - | * Außerdem bezeichnet es Nacktheit, also fehlende Bekleidung, ärmliche Kleidung, Lumpen. | + | * Außerdem bezeichnet es Nacktheit, also fehlende |
| * Ein Daṇḍa ist nicht aus Knochen (s.o.), ein hölzerner Daṇḍa erhält einen Namenszusatz. Da er besonders handlich und leicht ist, wäre an Bambus zu denken, den es westlich des Indus nicht gab, also für die Zuwandernden neu war, während er für die aus Südostasien kommende Munda vertraut war. | * Ein Daṇḍa ist nicht aus Knochen (s.o.), ein hölzerner Daṇḍa erhält einen Namenszusatz. Da er besonders handlich und leicht ist, wäre an Bambus zu denken, den es westlich des Indus nicht gab, also für die Zuwandernden neu war, während er für die aus Südostasien kommende Munda vertraut war. | ||
| * Daher passten die gewohnten indogermanischen Begriffe nicht, weil deren Sinngehalt auf abgetrennte Äste zielte, während beim Bambus der ganze `Baum´ als Stab dient. | * Daher passten die gewohnten indogermanischen Begriffe nicht, weil deren Sinngehalt auf abgetrennte Äste zielte, während beim Bambus der ganze `Baum´ als Stab dient. | ||
wiki/dandin.1622623168.txt.gz · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke
