Der Seeweg nach Indien: Christoph Kolumbus auf der westlichen Route

Christoph Kolumbus (1451–1506) sollte im Auftrag des spanischen Königspaars Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon einen westlichen Seeweg nach Indien und China finden; er selbst nennt Quinsay als Ziel, das heutige Hangzhou; bei Marco Polo ‚Stadt des Himmels‘.

Columbus (1451 - 1506) gilt als Entdecker Amerikas 1492, obwohl er es weder suchte noch die Küsten als Kontinent oder gar als »Neue Welt« einordnete, sondern bis zu seinem Tod als Teil Asiens betrachtete.

Das Vorgehen von Columbus war mindestens durch zwei Faktoren kanalisiert:
Erstens eignet er sich die neuen Länder für die spanische Krone nach einem vorgegebenen Verfahren an [Greenblatt]: Nach dem Betreten eines Strandes wird die spanische Fahne gehisst, in einem Text der Anspruch der spanischen Krone verlesen. Gibt es keinen Widerspruch, gilt das verlesene Recht als gesetzt.
Zweitens ordnet er alles Neue einer »finalistischen Interpretationsstrategie« unter [Todorov]. Er weiß, was er sucht und akzeptiert nur Indizien, die seine Erwartung bestätigen.

Amerigo Vespucci (1452 bis 1512) postulierte als erster, es handele sich um einen neuen Kontinent. Den Beweis dafür erbrachte Vasco Núñez de Balboa am 25. September 1513, als er Panama durchquerte und am Pazifik stand.

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