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wiki:wanderschmied

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 ====== Wanderschmied ====== ====== Wanderschmied ======
  
-Wanderschmiede gehören zur Kategorie der »peripatetischen Gruppen« (Peripatetic People), weil sie für sesshafte Kuden arbeiten. Leben und arbeiten müssen sie aber dort, wo ihre Rohstoffe (Erz, Holz, Wasser) in ausreichenden Mengen vorkommen+Wanderschmiede gehören zur Kategorie der »peripatetischen Gruppen« (Peripatetic People), weil sie für sesshafte Kunden arbeiten. Leben und arbeiten müssen sie aber dort, wo ihre Rohstoffe (Erz, Holzkohle, Wasser) in ausreichenden Mengen vorkommen, also in Fluss- und Waldnähe (Köhler, [[waldbewohner|Waldbewohner]])
  
 Technisch ist das Schmieden kategorisiert als metallverarbeitendes Fertigungsverfahren der Umformtechnik, primäre Werkzeuge sind Hammer, Zange und Amboß.  Technisch ist das Schmieden kategorisiert als metallverarbeitendes Fertigungsverfahren der Umformtechnik, primäre Werkzeuge sind Hammer, Zange und Amboß. 
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 Raseneisenerz- und Holzvorkommen sowie Wasser finden sich insbesondere in den feuchten und sumpfigen Niederungsgebieten des nördlichen Europa westlich des Rheins und nördlich der Donau. Sobald die oberflächennahen Raseneisenerzvorkommen verarbeitet sind, muss der Schmied zum nächsten Vorkommen weiterziehen. Die Eisenverhüttung mit Rennöfen **ab etwa 500 BC** ging von diesem Großraum aus. Wanderschmiede ermöglichten den Know-How-Transfer.  Raseneisenerz- und Holzvorkommen sowie Wasser finden sich insbesondere in den feuchten und sumpfigen Niederungsgebieten des nördlichen Europa westlich des Rheins und nördlich der Donau. Sobald die oberflächennahen Raseneisenerzvorkommen verarbeitet sind, muss der Schmied zum nächsten Vorkommen weiterziehen. Die Eisenverhüttung mit Rennöfen **ab etwa 500 BC** ging von diesem Großraum aus. Wanderschmiede ermöglichten den Know-How-Transfer. 
  
 +===== Völundr, der weise Wanderschmied =====
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 +Die Weissagung einer //vǫlva// bildet das erste Lied //Voluspá// der älteren Edda. Die //Edda// ((''Friedrich Wilhelm Bergmann''\\ //Die Edda-Gedichte der nordischen Heldensage//\\ Strassburg, Trübner, 1879; SnE 1998, I, 24-5))) berichtet, dass die Jötin ''Griðr'' (Gridur, Greth, Graith > `Gier, Heftigkeit´) dem ''Thor'' Þórr Waffen lieh, nämlich den Stab //Gríðarvǫlr//, den Stärkegürtel und die Eisenhandschuhe. Damit wurde die Völva zur Mittlerin zwischen Schmied und Kämpfer, zwischen Welt und Gott, übernahm also die Rolle des [[wiki:trickster|Trickster]] ((''Margaret Clunies Ross, B. K. Martin''\\ //Narrative Structure and Intertextuality in Snorri’s Edda: The example of Þórr’s encounter with Geirrøðr//\\ In: Lindow et al. 1986, 56-72, hier: 61, 67)). //[[wiki:Vilsinn|Vilsinn]] vǫlu// ist eine Umschreibung (kenning) für `Trollfrau´. 
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 +Die //Völundarkviða// erzählt die Geschichte des Schmiedes ''Völundr'' (=Wieland, Wēlund, Velent, ᚹᛖᛚᚩᛞᚢ wela[n]du); der Name ist verwandt mit aisl. //vella// `zum Sieden oder Schmelzen bringen, zusammenschweißen < PIE //u̯el-7// drehen, winden, wälzen; sein Handwerk lehrte ihm der mythische Mimir. Der älteste archäologische Hinweis auf diesen Schmied ist eine Münze, ein Solidus des 6. Jahrhunderts ((''Berghaus, P. & Schneider, K.''\\ //Anglo-friesische Runensolidi im Licht des Neufundes von Schweindorf (Ostfriesland)// Köln 1967, siehe auch [[https://www.frisiacoasttrail.com/post/2019/11/16/weladu-the-flying-blacksmith|wayland]])). ''Alfred der Große'' (848–899), König der West-Sachsen, bezeichnet ihn als »vísi álfa« `weisen Alben´, also etymologisch *albaz `Handwerker, magischer Helfer´, goth. arb-aiþs) guter Abstammung. Das altnordische vǫlundar bedeutet auch `Erbauer´; völdug ((vǫldugr, veldugr, voldugr, valdugr)) meint `kraftvoll, mächtig´. Dem Schmied Völundr entsprechen der irische //Goibhniu//, walisischer //Gofannon// und der normannische //lé bélengi// ((Ishikawa,Mitsunobu\\ //War Wieland der Schmied ein "Weiser"?// Studien zum Altgermanischen, edited by Heiko Uecker, Berlin, Boston: De Gruyter, 2012, pp. 371-380. https://doi.org/10.1515/9783110850444.371\\ dass. In: Studien zum Altgermanischen: Festschrift für Heinrich Beck. Uecker, Heiko [Hrsg.] Berlin 1994 S. 371-380)). Dieser mythische Schmied hinkte, ebenso wie seine Pendants Vulcano und Hephaistos, römischer bzw. griechischer Schmied der Sagen.
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 +Am 3. Mai 2002 legten Archäologen von Wessex Archaeology ein Doppelgrab frei, drei Meilen nah an Stonehenge. Ein Mann, 35 bis 45 Jahre alt, kräftig gebaut und mit verschobener Kniescheibe links, in Hockstellung begraben nach Norden blickend, wegen des beigelegten Bogens //Amesbury Archer// genannt. Dieses Grab ist mit rund 100 Grabbeigaben das reichste jemals in England gefundene bronzezeitliche Grab und das älteste, welches Goldobjekte (Haarschmuck) enthält. Eine Isotopenanalyse des Zahnschmelzes zeigt, dass der Mann nördlich der Alpen aufgewachsen ist, etwa im Raum der Schweiz oder der angrenzenden österreichischen und deutschen Regionen - auch das ist einmalig unter den britischen Grabfunden. Unter den Grabbeigaben waren fünf Glockenbecher, auch dies ein Import vom Kontinent. Der beigelegte Steinamboss - auch dies einmalig - diente zum Bearbeiten von Metallen. Drei beigelegte Kupfermesser wurden in Frankreich und Spanien hergestellt.\\ 
 +Dass der Mann ehrenvoll und reich begraben wurde, belegt die Wertschätzung und macht einen entsprechenden kulturellen Austausch wahrscheinlich. Das um 3.000 BC begonnene Stonehenge wurde um 2.300 BC mit den heute noch sichtbaren 20-Tonnen-Megalithen ausgebaut, zeitgleich finden sich erstmals Gold und Kupfer in Britannien. Das Gold der Grabbeigabe wurde auf 2.470 BC datiert - der älteste Goldfund in Britannien, die beiden Toten wurden übereinstimmend auf 2400-2200 BC datiert; Glockenbecher erscheinen in Europa ab 2.400 BC.\\ 
 +Es entsteht das Bild eines Schmiedes beim Übergang von der Stein- zur Bronzezeit: körperlich kräftig, reich und angesehen, überregional unterwegs und vermutlich willkommen wegen seines Know-Hows, denn körperlich war er ein Krüppel, unfähig zur Jagd und zur Arbeit - außer zum Schmieden. Die Lage im Grab mit Blick nach Norden (= Mitternacht, Dunkelheit) kann auf magische Fähigkeiten hinweisen; üblich ist sonst der Blick nach Osten. Dass die Glockenbecher meist in abseits gelegenen Männergräbern gefunden wurden, kann auf wandernde Einzelgänger hinweisen. Es könnte aufschlussreich sein, diese Merkmale systematisch zu vergleichen: Grablage, Blickrichtung, Art der Grabbeigaben, Knieverletzung. ((''Fitzpatrick, A. P. ''\\ //The Amesbury Archer and the Boscombe Bowmen//.\\ Bell Beaker burials at Boscombe Down, Amesbury, Wiltshire.\\ XXII, 278 S. Ill., Diagramme, Karten. Salisbury 2011: Wessex Archaeology.\\ ''Ulrich Graser''\\ //Der Bogenschütze von Amersbury.//\\ Ein Schweizer als Kulturbringer.\\ in: G/Geschichte, Heft 2/2014, S. 56f.; Augsburg: Bayard Media\\ ''B. Nessel''\\ //Metallurgen im Grab//\\ Überlegungen zur sozialen Einstufung handwerklicher Spezialisten.\\ In: T. L. Kienlin/A. Zimmermann (eds.), Beyond Elites. Alternatives to Hierarchical Systems in Modelling Social Formations. International Conference at the Ruhr-Universität Bochum, Germany, October 22-24, 2009. Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 215, 2012, 423-432.\\ 
 +''Harald Meller, Roberto Risch, Ernst Pernicka'' (Hg.)\\ //Metalle der Macht - Frühes Gold und Silber//\\ 6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Halle (Saale): Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, 2014.))
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 +Für Norwegen ließ sich zeigen, dass alle größeren Siedlungen in der Nähe von Eisenvorkommen lagen und umgekehrt fehlen solche Siedlungen in Regionen ohne Eisenerzvorkommen. ((''Jørgen Jensen''\\ //Bronze og jern//\\ 2012[[https://danmarksoldtid.lex.dk/Bronze_og_jern|Lex.dk]] )). Die Suche nach Raseneisenstein (engl. Bog iron , dän. Myremalm `Moorerz´) ((''Bowles, G., R. Bowker, N. Samsonoff''\\  //Viking [[wiki:expansion|expansion]] and the search for bog iron//\\ Platforum 2011. 12: 25–37\\ ''Ansteinsson, John''\\ //Malm og Erts i norsk Sprogbruk en semasiologisk Undersøkelse.// (With an Englisch summary). 18 S.\\ Aus: Norges Tekniske Høiskole. Avhandlinger til 25-°arsjubileet 1935\\ Kunze, Jürgen. 2006. "Schorfheide" und verwandte Namen.  Erkundungen zu einem rätselhaften Wort. 262 S. Berlin Münster Lit 2006 Goth. malma = ON mâlmr 'оге, metal'; baltisch *gelēža-, *gelž- Sumpferz;schörft > eisenhaltiger Sand > Ortstein, Raseneisenstein; anord. aur / eyrr `eisenhaltiger Sand´: IE * mel(e) `zermalmen, mahlen, schlagen´, aeng. meltan `schmelzen´, ahd. melm `Staub´ anord. malmr `Erz, Metall´, schwed. malm `Erz, Metall´ = `Kies Sand´> Übergang von Sand als Zermalmtes zu Erz)) und Kiefernholz war also bestimmend für Siedlungsgründungen und setzte Schmiedeerfahrung voraus. Einfaches Eisenerzschmelzen ist um 600 AC nachgewiesen in »hellegryte«, mit Stein ausgekleideten Gruben (( A. Espelund\\ Pit Metallurgy?\\ Association of metallurgical engineers of Serbia, 2006, Vol 12 No 2-3, 155-172)). Der Wanderschmied wählte also den geeigneten Ort in der [[wiki:wildnis|Wildnis]] aus und stellte die Axt zur Rodung, die Sichel zur Getreideernte und die Sense für die Heuwiese her ((Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 7, W. de Gruyter 1989, S. 524 `Ernte und Erntewerkzeuge´\\ ''Dieterle, Richard L.''\\ //The Metallurgical Code of the "Vǫlundarkviđa" and Its Theoretical Import// History of Religions 27, no. 1 (1987): 1-31. www.jstor.org/stable/1062531)). »Itinerant craftsmen«, die Eisen verhütten, Holz schlagen, Holzkohle herstellen müssen schon aufgrund solcher Tätigkeiten außerhalb von Siedlungen leben, als »[[wiki:der_wilde_mann|Wilder Mann]]« in der [[wiki:wildnis|Wildnis]] ((''Callmer, Johan''\\ //North-European trading centres and the Early Medieval craftsman.//\\ Craftsmen at Åhus, north-eastern Scania, Sweden, ca. AD 750–850+.\\ In: Central Places in the Migration and the Merovingian Periods: papers from the 52nd Sachsensymposium, Lund, August 2001. Acta archaeologica Lundensia 39. Uppåkrastudier 6. B. Hårdh, L. Larsson (Hg.) Stockholm 2002: Almqvist & Wiskell, S. 125–157\\ ''Leif Einarson''\\ //Which came first – the smith or the shaman?//\\ Vǫlundarkviđa, craftspeople and central place complexes.\\ in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press, S. 221-228)).\\ 
 +Die Oberharzer Bergbaustadt //Wildemann// führt ihre Gründung auf einen Wilden Mann zurück, der mit einer Wilden Frau in der Nähe eines Silbervorkommens lebte, das er erschlossen hatte.
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 +Eisen als wichtigster Rohstoff, Schmied als wichtigster Beruf und Seherin als spirituelle Instanz waren über den eisernen Stab miteinander verbunden; die Rolle des Schmiedes im Zusammenhang mit der »landname« wird dargestellt auf dem Stein Arde VIII aus dem [[wiki:reisegenerationen#Ab dem 8. Jahrhundert|8. Jahrhundert]] ((''Sigmund Oehrl''\\ //Wieland der Schmied auf dem Kistenstein von Alskog kyrka und dem Runenstein Ardre kyrka III.//\\ In: Beiträge zur nordgermanischen Kultur- und Literaturgeschichte W. Heizmann, K. Böldl, H. Beck, (Hrsg.) Berlin, New York (Walter de Gruyter) 2009 ISBN 978-3-11-021869-5\\  ''Ludwig Buisson''\\ //Der Bildstein Ardre VIII auf Gotland: Göttermythen, Heldensagen und Jenseitsglaube der Germanen im 8. Jahrhundert n. Chr.,//\\ Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-historische Klasse, 3. Reihe, 102 Göttingen 1976)). Dieselben Elemente - Mann, Frau, Eisenstab - finden sich in besonders aufwändigen Steingräbern ((''Leszek Gardeła''\\ //The Good, the Bad and the Undead New Thoughts on the Ambivalence of Old Norse Sorcery//\\ in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press)), während sich die Ambivalenz `guter´ und `böser´ Zauberkraft in zwei unterschiedlichen Bestattungsformen spiegelt ((''Nedoma, Robert''\\ //Die bildlichen und schriftlichen Denkmäler der Wielandsage.//\\ Göppinger Arbeiten zur Germanistik 490. Göppingen 1988: Kümmerle. zu Ardre  VII   S. 27-31.\\ ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ In A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8. Neumünster: ZBSA, 279–335; Ardre VIII S. 284–287\\ ''Reymann, A.''\\ //Schwangere, Scharfrichter und Schamanen//.\\ Überlegungen zur archäologischen Nachweisbarkeit in vermeintlich normierten Sonderbestattungen.\\ Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster, 4, 2020, 147)).
 +
 +  * ''Maillefer, Jean-Marie''\\ //Essai sur Völundr-Weland//\\ La religion scandinave ancienne a-t-elle connu un dieu forgeron?\\ S. 331-352 in: ''Lecouteux, Claude'' et al.\\ Hugur: mélanges d'histoire, de littérature et de mythologie offerts à Régis Boyer pour son 65e anniversaire. Paris 1997: Presses de l'Université de Paris-Sorbonne.
 +  * ''Robert Nedoma''\\ //Wieland der Schmied//\\ Spalte 778 bis 781 in: Ranke, Kurt, Rolf Wilhelm Brednich, Doris Boden: Enzyklopädie des Märchens: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Bd. 14, Lfg.2 Berlin: De Gruyter.
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 +===== Verweise =====
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 +  * „[[zeitleiste_beispielhafter_figuren|Amesbury Archer]]“
 +  * Banause > [[Handwerk|Handwerker]]
   * [[genius_cucullatus|Cucullatus]]   * [[genius_cucullatus|Cucullatus]]
 +  * [[Gürtel|Gürtel]]
 +  * [[der_fahrende_haendler#Mango und Coctio im europäischen Mittelalter|Mangones und Cotiones]]
 +  * [[christophorus|Vadi]] (Wade, Wate, Waetla) `der Watende´, der Vater Wielands,
   * [[Vajra|Vajra]]   * [[Vajra|Vajra]]
   * [[voelva|Völundr]]   * [[voelva|Völundr]]
 +  *  [[https://www.frisiacoasttrail.com/post/2019/11/16/weladu-the-flying-blacksmith|wayland]]
  
 ===== Literatur ===== ===== Literatur =====
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   * ''Markolf Brumlich''\\ //Germanische Schmiede bei Geisendorf?//\\ Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 2007\\ Arbeitsber. Bodendenkmalpfl. Brandenburg 20 (Wünsdorf 2008) 205-211.   * ''Markolf Brumlich''\\ //Germanische Schmiede bei Geisendorf?//\\ Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 2007\\ Arbeitsber. Bodendenkmalpfl. Brandenburg 20 (Wünsdorf 2008) 205-211.
   * ''Eliade, Mircea''\\ //Schmiede und Alchemisten//.\\ Mythos und Magie der Machbarkeit.\\ Aus d. Franz. von Emma von Pelet. 249 S. Stuttgart Klett 1960.   * ''Eliade, Mircea''\\ //Schmiede und Alchemisten//.\\ Mythos und Magie der Machbarkeit.\\ Aus d. Franz. von Emma von Pelet. 249 S. Stuttgart Klett 1960.
 +  * ''Leif Einarson''\\ //Which came first – the smith or the shaman?//\\ Vǫlundarkviđa, craftspeople and central place complexes.\\ in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press, S. 221-228
   * ''Robert Eisler''\\ //Die kenitischen Weihinschriften der Hyksoszeit im Bergbaugebiet der Sinaihalbinsel und einige andere unerkannte Alphabetdenkmäler aus der Zeit der XII. bis XVII. Dynastie//\\ Eine Schrift- und Kulturgeschichtliche Untersuchung. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg 1919, S. 74\\ Ein Wortumfeld für Schmiede und Eselnomaden.   * ''Robert Eisler''\\ //Die kenitischen Weihinschriften der Hyksoszeit im Bergbaugebiet der Sinaihalbinsel und einige andere unerkannte Alphabetdenkmäler aus der Zeit der XII. bis XVII. Dynastie//\\ Eine Schrift- und Kulturgeschichtliche Untersuchung. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg 1919, S. 74\\ Ein Wortumfeld für Schmiede und Eselnomaden.
 +  * [[https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W04355|waldschmied]], m., Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23.
   * ''Siegbert Hummel''\\ //Der Göttliche Schmied in Tibet//\\ Folklore Studies, 19 (1960) 251-272.   * ''Siegbert Hummel''\\ //Der Göttliche Schmied in Tibet//\\ Folklore Studies, 19 (1960) 251-272.
   * ''Lehnhardt, Enrico''\\ //Die Anfänge der Eisenverhüttung im Bereich der Przeworsk-Kultur.//\\ 404 Seiten Diss. Freie Universität Berlin 2016. Berlin Edition Topoi 2019\\ s. insbes. 2.1.6 Zur Diffusion der Eisenverhüttung; 2.2 Frühes Eisen – Modellregionen; 2.2.7 Ergebnis und Diskussion; 5 Überlegungen zum Technologietransfer in die Przeworsk-Kultur > Der Technologietransfer der Eisenverhüttung ging wahrscheinlich vom elbgermanischen und südskandinavischen Raum aus. Abb. 396 Aus der Literatur erschließbare Fundstellen mit Eisenverhüttung des 5.–1. Jh. v. Chr.; Abb. 405 Schematische Darstellung der Austausch-, Handels- und kulturellen Beziehungen in der frühen Eisenzeit (Metalle, Bernstein, Salz über **Bernsteinstraße** und **Schwarzmeerroute**)   * ''Lehnhardt, Enrico''\\ //Die Anfänge der Eisenverhüttung im Bereich der Przeworsk-Kultur.//\\ 404 Seiten Diss. Freie Universität Berlin 2016. Berlin Edition Topoi 2019\\ s. insbes. 2.1.6 Zur Diffusion der Eisenverhüttung; 2.2 Frühes Eisen – Modellregionen; 2.2.7 Ergebnis und Diskussion; 5 Überlegungen zum Technologietransfer in die Przeworsk-Kultur > Der Technologietransfer der Eisenverhüttung ging wahrscheinlich vom elbgermanischen und südskandinavischen Raum aus. Abb. 396 Aus der Literatur erschließbare Fundstellen mit Eisenverhüttung des 5.–1. Jh. v. Chr.; Abb. 405 Schematische Darstellung der Austausch-, Handels- und kulturellen Beziehungen in der frühen Eisenzeit (Metalle, Bernstein, Salz über **Bernsteinstraße** und **Schwarzmeerroute**)
   * ''Nieling, Jens''\\ //Die Einführung der Eisentechnologie in Südkaukasien und Ostanatolien während der Spätbronze- und Früheisenzeit//\\ Diss. Tübingen 2009. (=Black Sea Studies, 10)  Aarhus: Universitetsforlaget   * ''Nieling, Jens''\\ //Die Einführung der Eisentechnologie in Südkaukasien und Ostanatolien während der Spätbronze- und Früheisenzeit//\\ Diss. Tübingen 2009. (=Black Sea Studies, 10)  Aarhus: Universitetsforlaget
 +  * ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ In A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8. Neumünster: ZBSA, 279–335; Ardre VIII S. 284–287
   * ''Preßlinger, H., Eibner, C.''\\ //Phosphorlegierter keltischer Stahl – hart, zäh und korrosionsbeständig//\\ Berg Huettenmaenn Monatsh 154, 534 (2009). https://doi.org/10.1007/s00501-009-0512-8   * ''Preßlinger, H., Eibner, C.''\\ //Phosphorlegierter keltischer Stahl – hart, zäh und korrosionsbeständig//\\ Berg Huettenmaenn Monatsh 154, 534 (2009). https://doi.org/10.1007/s00501-009-0512-8
   * ''Ruben, Walter'': //Eisenschmiede und Dämonen in Indien//. Ergebnisse einer Reise, die mit Unterstützung des Forschungs-Institutes für Kulturmorphologie in Frankfurt a.M. und des Türkischen Unterrichtsministerium durchgeführt wurde. Mit 60 Abb. auf 33 Taf. XX, 306 S. Leiden 1939: Brill.   * ''Ruben, Walter'': //Eisenschmiede und Dämonen in Indien//. Ergebnisse einer Reise, die mit Unterstützung des Forschungs-Institutes für Kulturmorphologie in Frankfurt a.M. und des Türkischen Unterrichtsministerium durchgeführt wurde. Mit 60 Abb. auf 33 Taf. XX, 306 S. Leiden 1939: Brill.
   * YALÇIN, Ü. (2005)\\ //Zum Eisen der Hethiter//\\ In: Ü. Yalçın, C. Pulak & R. Slotta (Hrsg.): Das Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren, Ausstellungskatalog, Bochum 2005, S. 493-502   * YALÇIN, Ü. (2005)\\ //Zum Eisen der Hethiter//\\ In: Ü. Yalçın, C. Pulak & R. Slotta (Hrsg.): Das Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren, Ausstellungskatalog, Bochum 2005, S. 493-502
 +  * ''Leo Wiener''\\ //Gypsies as fortune-tellers and as blacksmiths.//\\ Journal of the Gypsy Lore Society Edinburgh in 3 Teilen: Bd. 3:  Januar 1909, Juli 1909, 4-17, April 1910, 253-276. auch: Reprint Liverpool. [[https://archive.org/search.php?query=external-identifier%3A%22urn%3Aoclc%3Arecord%3A631750268%22|Online]]
 +  *  ''Ernst Fuhrmann'', ''Sieglinde Mierau''\\ //Die Schmiede// in:\\   
 +    * **1987** //Die Nibelungen : Bilder von Liebe, Verrat und Untergang//\\ Ausstellung im Haus der Kunst, München, 05.12.1987--14.02.1988\\ ''Valérie Bajou'', ''Wolfgang Storch'': Begleitband 336 S., München 1987: Prestel. [[https://d-nb.info/1031825347/04|Inhalt]] u.a.
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 +  * **2004** //Der Geschmiedete Himmel - [[wiki:welt|die Weite Welt]] im Herzen [[wiki:europa|Europas]] vor 3600 Jahren//.\\ Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (Saale) vom 15. Oktober 2004 bis 24. April 2005 ...].\\ ''Harald Meller'' (Hg.): Begleitband 205 S. Stuttgart: Theiss. Inhalt u.a.:
 +    * Chronologietabellen von  Deutschland und Südskandinavien sowie von Europa und dem Mittelmeerraum
 +    * Die Himmelsscheibe von Nebra, u.a. auch technische und astronomische Analysen
 +    * Der Kreisgraben von Goseck in astronomischer Sicht 
 +    * Der Sonnen[[wiki:wagenbau|wagen]] von Trundholm und die Sonnenschiffe des Nordens
 +    * Die nordischen Krummschwerter
 +    * Das Felsbild von Lokeberg, Sonnenbilder und Sonnenkult
 +    * Die Figurenensembles von Fårdal und Grevensvænge
 +    * Die Becken aus Haschendorf und Balkåkra
 +    * Das Beil aus Osternienburg
 +    * Das Phänomen der Horte im nördlichen Mitteleuropa: Ringe, Beile, Barren, das Depot von Kotzschen
 +    * Die [[wiki:stock_stab|Keule]] von Thale und der Zinken von Welbsleben im Harz
 +    * Bronzezeitliche Metallverarbeitung in Mitteldeutschland
 +    * Sicheln mit Marken und Mondsymbolik
 +    * Die Aunjetitzer Kultur, insbesondere in Mitteldeutschland 
 +    * Metallurgie: vom Dolch zum Schwert, [[wiki:voelva#Völundr, der weise Wanderschmied|Schmied]] und Fürst, Macht, Herrschaft und Prestige
 +    * Das Kind aus Apolda 
 +    * Die Fürstengräber von Leubingen und Helmsdorf 
 +    * Prunkbeil, Goldkragen, Prunkdolche aus Schottland 
 +    * Die  Bronzeaxt aus Hermannshagen und die Nackenkammaxt aus Naumburg
 +    * Ferntransport nach Mitteldeutschland:\\ [[wiki:alpenpaesse|Alpine]] Dolche und Löffelbeile, griechische Lanzenspitzen, Schleifennadeln aus der Levante, Beziehungen zu Mykene
  
 ==== »Peripatetische Gruppen«: Bernsteinstraße und Schwarzmeerroute ==== ==== »Peripatetische Gruppen«: Bernsteinstraße und Schwarzmeerroute ====
  
 [[Wanderschmied |Wanderschmied]]  [[Wanderschmied |Wanderschmied]] 
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