Bezeichnung für alles, was nicht nur fremd ist (Ethnozentrismus), sondern darüber hinaus besonders eigenartig, also auch eigenartiger als die ebenfalls fremden Nachbarn (siehe Imagination und Anschauung) und daher von weither stammend (Mohren, Neger, Orientalen, Indianer …), ähnlich engl. exotic people; franz. peuples exotiques; ital. popolazioni esotiche, aber auch Sachen betreffend, abgeleitet aus dem griech. ἐξωτικός 'fremd, ausländisch', eine Wahrnehmung bschreibend im Unterschied zur Xenophobie. Bevor es eine Völkerkunde gab, fehlten objektive Kategorien und Beschreibungsmodelle.
Zur Verwendung bis 1750 siehe ausführlich RDK 1) mit zahlreichen Hinweisen auf Künstler, die Reisende und Diplomaten begleiteten und für sie das exotisch Gesehene im Bild festhielten sowie spezielle Untersuchungen (Nr. 52-78) über die Vorbilder des Exotischen in Europa, dort auch die kunstgeschichtlichen Quellen zu den Reisen der folgenden Künstler, die nach Erfindung des Buchdrucks besonders das Bild des Exoten prägten: → Liste Künstlerreisen
Mehr zum Exotischen siehe Liste der Ausstellungen, u.a.
Kohl, Karl-Heinz, Alexander Fakundiny. Mainz: Inst. für Ethnologie und Afrika-Studien.Seipel, Wilfried: Begleitband 323 S.: überwiegend Illustrationen + Beil. 7 S. Milano 2000: Skira. Inhalt u.a.:Erzherzog Ferdinand II.
→ Literaturliste Ausstellung von Kulturen
→ Literatur zum Exotischen sieh in: Literaturliste Fremdem begegnen
→ Ausstellungsliste Fremdem begegnen
→ Wortfeld
→ Reisen in deutsche Kolonien bis 1918
→ Die Wurzeln des Exotischen im 15. Jahrhundert
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