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wiki:figuren_typen_rollen

Übersichtsseite Figuren, Typen & Rollen

'Typen' und 'Figuren' werden wie (Reise-)Bilder als Werkzeuge der Kommunikation genutzt und füllen die Lücke zwischen Imagination und Anschauung. Eine wissenschaftlich konsistente Theorie zu Typen und Figuren (als allgemeinsten Oberbegriffen) gibt es nicht. 1) Einigen kann man sich vielleicht auf Einzelaussagen wie:

  • Typen sind eher eine soziologische Beschreibung, Figuren eher eine literarische, z.B.
    • Reale Person: Ein Fremder unterwegs
    • Typus: Exkurs über den Fremden, ein soziologischer Essay von Georg Simmel (1908)
    • Figur: Der Fremde (franz. L’Étranger), ein Roman von Albert Camus (1942)
  • Archetypen sind psychologische Modelle des kollektiven Unbewussten wie etwa Abenteurer, Entdecker (Explorer), Held (Hero), Narr, Rebell (Outlaw), Trickster
  • Stereotypen sind als Klischees mit meist beschreibenden Namen Teil der kollektiven Vorstellung von Gruppen, denen Einzelne pauschal zugeordnet werden. Damit wird »ein Knopf gedrückt«, der eine Palette von Vorstellungen und Erwartungen auslöst, ohne dass diese benannt werden müssen. Auf der Seite des Empfängers dienen Stereotype als Schubladen, in denen Eindrücke ohne nachzudenken abgelegt werden können; auf der Seite des Senders wird daraus ein Distinktionsmerkmal.
    → Liste von Figuren im Jargon, mit Denkfiguren, Imperativnamen, Spitznamen
  • Rollen beschreiben Funktionen in einem Set von Figuren, beispielsweise kann ein Reisender in verschiedenen Rollen handeln und sichtbar werden, etwa als Kunde, Passagier, Wanderer …

Figuren im Unterwegs-Sein

Hier richtet sich die Perspektive auf das Unterwegs-Sein als Reise-Zustand. Unterwegs-zu-sein ist für den Reisenden meist Alltag; er ist aber dort, wo er ist, ein Fremder und ein Exot. Alle anderen einigen sich jedoch auf ein Bild des Reisens, dessen Vorstellungen geprägt sind durch Begriffe und Stereotypen sowie Zuweisungen Einzelner zu Gruppen. „Den Reisenden“ gibt es daher nicht, denn je nach Zeitläuften, Kulturen und Sprachen wird er verschieden benannt:

Zudem ist der Einzelne als isoliert Reisender (Alleinreisender, Einzelreisender, Individualtourist, Solivagant) eine Denkfigur, die es praktisch nicht geben kann.
Reisende finden immer auch Begleiter (Fellow Traveler), treffen auf andere Kundige und mobile Gruppen sowie auf Bereiste (Travellee) und sind dabei insbesondere auf Funktionsträger angewiesen.
Diese Figuren lassen sich differenzierter betrachten, indem ihre Funktionen im Verhältnis des Reisenden zu Gemeinschaft und Gesellschaft näher untersucht werden, siehe personale Systeme im soziotechnischen Handlungssystem.

  • Der Reisende selbst wird als Einzelner im Zwischenraum zum Fremden, sobald er seine Herkunftsgemeinschaft verlässt (→ german. Waergenga).
  • Begleiter stammen aus der Herkunftsgemeinschaft des Reisenden und zeigen zwei Funktionen, indem sie
    • den Reisenden unterwegs unterstützen und
    • ihn unterwegs an die Herkunftsgemeinschaft binden, etwa als Aufpasser und Berater.
  • Gefährten sind Reisende, die vorübergehend gemeinsame Interessen und Ziele teilen, sie bilden eine Reisegesellschaft. Konflikte können entstehen, wenn diese Voraussetzung entfällt. Ihre Funktionen sind:
  • In der Gesellschaft der Bereisten (Travelees) suchen Reisende für vorübergehende Tätigkeiten nach (sprachkundigen)
  • Begleiten diese den Reisenden in dessen Herkunftsgesellschaft, gelten sie dort als Exoten.
  • Davon unterscheidbar sind Figuren, die darauf zielen zu bleiben und die fremde Gemeinschaft zu verändern:
  • Reisende, die auf unbestimmte Zeit nicht in ihre Rolle in der Herkunftsgemeinschaft zurückkehren:
  • Heimatlose sind jene, die in keine ortsfeste Herkunftsgemeinschaft zurückkehren können: und im Zwischenraum leben:
    • Für Verbannte, Vertriebene, Verstoßene gelten Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Als Asylanten oder Exilanten können sie von fremden Gemeinschaften anerkannt und mit besonderem Status aufgenommen werden.
    • Für die Gruppen des Fahrenden Volkes (Vagabunden) gelten Fristen, während derer sie von sesshaften Gemeinschaften geduldet werden. Sie sind unterwegs im Zwischenraum und können dort eigene mobile Gemeinschaften bilden (etwa Schaustellergruppen).
    • Für Verfolgte außerhalb des Rechts gelten keine Normen (Outlaws). Auch sie können eigene mobile Gemeinschaften bilden (Bushranger, Piraten, Vargr).
  • Spirituell Suchende, die freiwillig außerhalb der Herkunftsgemeinschaft unterwegs sind, sind von Regeln befreit:
    • als Wandermönche ohne Gesellschaft, jedoch angewiesen auf Almosen aus Gemeinschaften;
    • als Eremit zwar ortsfest, doch ohne Gemeinschaft und ohne Gesellschaft im Zwischenraum (Waldeinsamkeit).

Literatur

  • Bausinger, Hermann
    Name und Stereotyp
    in: Gerndt, Helge (Hg.): Stereotypenforschung im Alltagsleben, S. 13−19.
  • ders.
    Stereotypie und Wirklichkeit
    in: Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache 14 (1988) 157−170.
  • Friedrich, Udo
    KaufmannAbenteurerPilger: Figuren und Diskurse des Staunens in Reisebeschreibungen der Frühen Neuzeit.
    S. 175−204 in: Staunen als Grenzphänomen. Leiden 2014: Brill Fink.
  • Glaubitz, Gerald
    Stereotypenproblematik und Reisedidaktik
    Methodische Überlegungen und historische Beispiele.
    in: Hahn, Hans Henning (Hg.), Historische Stereotypenforschung, S. 75–103.
  • Goltz, Bogumil
    Typen der Gesellschaft.
    Bd. 1 Grünberg 1860: Levysohn S. 14; Berlin: Druck und Verlag von Otto Janke S. 10
  • Niedermayr, Hermann
    Edle Wilde und grausame Barbaren.
    Begegnung und Umgang mit dem Fremden im Spiegel lateinischer Texte.

    VIII, 160 S. ( =Latein in unserer Zeit) Wien Braumüller 2005 Inhaltsverzeichnis
  • Dennis Porter
    Haunted journeys : desire and transgression in european travel writing.
    341 S. Princeton, N.J. 1991: Princeton University Press. s. Wolfzettel S. 8 Inhalt
  • Paolo Scarpi
    La fuga e il ritorno : storia e mitologia del viaggio.
    253 S. Venezia 1992: Marsilio
    Der Religionswissenschaftler konstruiert eine anhaltende Kreisbewegung zwischen den Polen Flucht und Rückkehr, s. Wolfzettel S. 8 ff.
  • Paul Starkey, Janet Starkey (Hg.)
    Pious pilgrims, discerning travellers, curious tourists : changing patterns of travel to the Middle East from Medieval to modern times
    ASTENE Biennial Conference (Association for the Study of Travel in Egypt and the Near East), Tagungsbandmit 17 Beiträgen, 2019. 408 S. Astene and Archaeopress Publishing, Oxford, 2020. Inhalt und Einleitung
  • Theroux, Paul
    Figuren in der Landschaft. Begegnungen auf Reisen.
    525 S. Hamburg 2021: Hoffmann und Campe. Inhalt mit den Stichworten: Drogentour, Wildnis, Neverland, Greeneland, Schicksal, Reisende, Komödiant, Grenzüberschreitung, Abenteurer, Welt, Inseln und »Das Problem mit der Autobiographie«
  • Friedrich Wolfzettel
    Zum Problem mythischer Strukturen im Reisebericht.
    S. 3−30 in: Erkundung und Beschreibung der Welt zur Poetik der Reise- und Länderberichte ; Vorträge eines interdisziplinären Symposiums vom 19.−24. Juni 2000 an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Amsterdam 2003: Rodopi. Überlegungen zum Auffinden von Strukturen und Typologien mit Hinweis auf zwei seltene Überlegungen zu Handlungskreisen beim Unterwegs-Sein von Paolo Scarpi und und Dennis Porter.

Typologien von Reisenden

Wir und die Anderen: Eine Zeitleiste der Perspektiven
Reisesatire
Was ist ein Globetrotter?

  • 1768 mokiert sich Laurence Stern als »empfindsamer Reisender« bereits 1768 über andere Reisende 2) und meint:
    »Dergestalt kann man den ganzen Zirkel von Reisenden unter folgende wenige Rubriken bringen:
    • Müßige Reisende,
    • Neugierige Reisende,
    • Lügende Reisende,
    • Aufgeblasene Reisende,
    • Eitle Reisende,
    • Milzsüchtige Reisende. - Dann folgen die Reisenden aus Notwendigkeit:
    • Der seiner Sündenschuld wegen Reisende,
    • Der unglückliche und unschuldige Reisende,
    • Der simple Reisende. - Und ganz zuletzt - wenn Sie’s nicht übelnehmen wollen!
    • Der empfindsame Reisende, - womit ich mich selbst meine -, der ich gereist bin und nun mich hinsetze, um Rechenschaft davon abzulegen«.
  • 1850 Johann Georg Kohl
    Eine Episode über reisende Welt- und Menschenbeobachter.
    S. 389−458 (Band 1) in: ders.: Aus meinen Hütten: Oder Geständnisse und Träume und Träume eines deutschen Schriftstellers.
    Leipzig 1850: F. Fleischer. Online]]
    • Thomas Elsmann
      Johann Georg Kohl. Ein Leben zwischen der Alten und der Neuen Welt.
      389 S. Ill., Kt. Bremen 2010: Carl Schünemann. Inhalt u.a.: Theoretische Geografie
  • 1860 Friedrich Gerstäcker
    Reisende.
    Die Gartenlaube, 17−18 (1860) 267−270, 276–278 Online Gerstäcker unterscheidet:
    • [wiki:wandervogel|Wandervogel]],
    • Länder- und Waaren-Reisende,
    • Landstreicher,
    • commis voyageurs, [Handlungsreisende; reisende Vertriebsmitarbeiter für größere Firmen]
    • Diplomaten,
    • arme Reisende (Handwerker),
    • Zweck-Reisende: Postillone, Frachtfuhrleute und Conducteure,
    • Vergnügungs-Reisende,
    • Wanderer und
    • Auswanderer
  • 1873 Theodor Fontane
    Von vor und nach der Reise: Plaudereien und kleine Geschichten.
    Berlin 1894: Fontane. Online
    Darin „Modernes Reisen“ (1873) mit Gedanken über Figuren wie den
    • den Sommerreisenden und
    • das Massenreisen.
      • Lowsky, Martin
        1. Typisches und Nichttypisches in Fontanes Reiselust.
        Kapitel (II.8 Reiseleben) in: Rolf Parr, Gabriele Radecke, Peer Trilcke, Julia Bertschik (Hg.): Theodor Fontane Handbuch Berlin 2023: de Gruyter.
  • 1933 Ewald Banse (1883–1953)
    Große Forschungsreisende. Ein Buch von Abenteurern, Entdeckern und Gelehrten.
    284 S. München 1933: J.F. Lehmanns
    Bespricht einleitend zuerst die Arten von Reisenden: Abenteurer, Entdecker, Forschungsreisende und Studienreisende.
  • 1972 Cohen, Erik
    Toward a sociology of international tourism.
    Social research (1972) 164−182.
  • 1974 Cohen, Erik
    Who is a tourist? A conceptual clarification.
    The sociological review 22.4 (1974) 527−555.
    • the drifter: meidet touristische Infrastruktur
    • the explorer
    • the individual mass
    • the organized mass: unterwegs im Kollektiv in der dafür geschaffenen touristischen Infrastruktur
  • 1974 Plog, Stanley C.
    Why destination areas rise and fall in popularity.
    Cornell hotel and restaurant administration quarterly 14.4 (1974) 55−58.
    • ders.: Why destination areas rise and fall in popularity: An update of a Cornell Quarterly classic.
      Cornell hotel and restaurant administration quarterly 42.3 (2001) 13−24.
      Plog entwickelte nach psychologischen Kriterien eine glockenförmige (Gauß-Kurve) Verteilung, die erin sieben Persönlichkeitstypen strukturierte:
      • In der Mitte die breite Masse der Bevölkerung, davon abweichend:
      • Psychozentrisch ('Dependents'): ängstliche, vorsichtige Charaktere, die strukturierte Abläufe und bekannte Ziele bevorzugen;
      • Allozentrisch ('Venturers'): neugierig, abenteuerlustig, die offene Abläufe und unbekannte Ziele , wollen unentdeckte Ziele bevorzugen.
  • 1977 Smith, Valene L.
    Hosts and guests: The anthropology of tourism.
    University of Pennsylvania Press, 1977/1989. Online
    Nach Anzahl (Gruppengröße) und Anpassungsfähigkeit werden sieben Kategorien definiert:
    • Explorer,
    • Elite,
    • Off-beat,
    • Unusual,
    • Incipient Mass,
    • Mass,
    • Charter
  • 1978 Meyer, Wolfgang
    Typologie der Touristen unter dem Aspekt der sozialen Kontakte beim Auslandsurlaub
    Zeitschrift für Kulturaustausch, 28.3 (1978) 41−48
  • 1979 Cohen, Erik
    A Phenomenology of Tourist Experiences.
    Sociology 13.2 (1979) 179−201.
  • 1981 Wolfgang Ebert
    Von Pechvögeln, Schürzenjägern und Panikmachern
    Eine nicht immer ganz ernstzunehmende Touristen-Typologie.
    Die Zeit 50 (04.12.1981) 54
    Glosse über Alleswisser und Perfektionisten, Einzelgänger, Pechvogel, Toller Hecht, Pingelige, Nörgler, Panikmacher.
  • 1981 Richard, Jean
    Les récits de voyages et de pèlerinages.
    88 S. Turnhout 1981/1996 (Typologie des sources du moyen âge occidental, 38). Eine analytische, literarische Typologie Reiseberichte von Pilgern, Gesandtschaften, Reisender, Missionare sowie Pilgerführer und Aufrufe zu Kreuzzügen.
  • 1991 Winfried Siebers
    Ungleiche Lehrfahrten. Kavaliere und Gelehrte.
    S. S. 47−57 in: Hermann Bausinger, Klaus Beyrer, Gottfried Korff (Hg.): Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus. München 1991: Beck
  • 1994 Bernd Müllender
    Von Bewußtseins-Backpackern und Passionsreisenden.
    Immer und überall ist alles wieder anders. Was immer und überall gleich bleibt, sind die anderen Touristen. Eine Typologie.
    Die Zeit 13 (25. März 1994) 80
  • 1995 López Barxas, Francisco
    El viajero del Camino: tipología y entretenimiento.
    El camino de Santiago. Cursos de verano de El Escorial 93−94 (1995) 49−62
  • 1999 Clark, C., & Dearling, A.
    Romanies, gypsies, travellers or nomads.
    Criminal Justice Matters, 38.1 (1999) 14–15. DOI
  • 2000 Sharpley, J.; Grant, D.
    From pack horse to package holidays: who is a traveller?
    International Travel Law Journal, 3 (2000) 159–83
  • 2002 Eugenia Wickens
    The sacred and the profane: A Tourist Typology.
    Annals of Tourism Research 29.3 (2002) 834−851 DOI Online
    Die Autorin analysierte qualitative Daten von 86 britischen Urlaubern (Pauschalreisen) auf Chalkidiki und differenzierte diese nach fünf Mikro-Typen, den „individuellen Massentouristen“ nach Cohen.
  • 2003 Mckercher, B., & du Cros, H.
    Testing a cultural tourism typology.
    International Journal of Tourism Research. 5.1 (2003) 45−58 DOI
  • 2003 Elke Waiblinger
    Reisende des Cinquecento. Sozialer Typus und literarische Gestalt
    Zugl. Diss. Univ. Frankfurt am Main. (=Studia Romanica, 112) 256 S. Heidelberg 2003: Winter. Inhalt mit Hauptkapiteln zu:
    • Giovanni da Empoli (1483-1517) - Der reisende Kaufmann
    • Raffaello Galli (-1517)- Der reisende Handelsagent
    • Andrea Corsali (1487-1520?) - Der reisende Gelehrte
    • Piero di Andrea Strozzi (1484-1522) - Der reisende Glücksritter
    • Ludovico de Varthema (1470?-1511) - Der reisende Hofmann
  • 2004 Mehmetoglu, M.
    A Typology of Tourists from a Different Angle.
    International Journal of Hospitality & Tourism Administration, 5.3 (2004) 69−90. DOI
  • 2005 Decrop, Alain; Dirk Snelders
    A grounded typology of vacation decision-making.
    Tourism management 26.2 (2005) 121−132.
  • 2006 Philip R. Stone
    A Dark Tourism Spectrum. Towards a Typology of Death and Macabre Related Tourist Sites, Attractions and Exhibitions
    Tourism. An Interdisciplinary International Journal 2 (2006) 145–160
  • 2007 Bhreatnach, Aoife
    Confusing origins and histories: the case of Irish Travellers.
    Irish Journal of Anthropology 10.1 (2007) 30−35.
  • 2010 Olsen, Daniel H.
    Pilgrims, Tourists and Max Weber’s ‘Ideal Types’.
    Annals of Tourism Research 37.3 (2010) 848−851. DOI
  • 2011 Motsch, Andreas
    Relations of Travel: Itinerary of a Practice.
    Renaissance and Reformation / Renaissance et Réforme, 34.1/2 (2011) 207–236. Online
    Der Autor unterscheidet für Reiseliteratur zunächst eine empirische Typologie aus der Reisepraxis heraus, sodann eine literarische. Für Letztere verweist er auf einen internen (poetischen) und einen externen (sozio-historischen) Deutungsansatz. Einer etymologischen Analyse von 'relation' folgt die Darstellung der drei Aspekte von Relation (performance, institutional framework, truthfullness) und der Einfluss der Drucktechnik auf den Inhalt. Der Wandel der Texte seit dem 16. Jahrhundert entspricht deren gesellschaftlicher Funktion.
  • 2012 Ralf Pröve
    „Schlachtenbummler“ im 18. Jahrhundert. Typologische Wahrnehmungsmuster von Militär und Krieg in Reise-Selbstzeugnissen
    S. 93–105 in: Helmut Peitsch (Hg.): Reisen um 1800, München 2012.
  • 2014 Kara Simsek
    Hipster. Eine Typologie.
    125 S. Berlin 2014: Schwarzkopf und Schwarzkopf. Inhalt
  • 2016 Johannes Pause
    Reisen und Nicht-Wissen. Ein Aufbruch
    S. 1–26 in: Irina Gradinari, Dorit Müller und Johannes Pause (Hg.): Versteckt - Verirrt - Verschollen : Reisen und Nicht-Wissen. Wiesbaden 2016: Reichert. Inhalt Online
    S. 14 »Dennoch lassen sich die Reisenden, von denen in den folgenden Beiträgen die Rede sein wird, gemäß einer Typologie anordnen, in welcher die vorgestellte Systematik des Nicht-Wissens aufscheint« mit den Hauptkapiteln:
    • Entdecker
    • Drifter und Vagabunden
    • Spurensucher
  • 2017 Fan, D.X., Zhang, H.Q., Jenkins, C.L., Tavitiyaman, P.
    Tourist typology in social contact: An addition to existing theories.
    Tourism Management 60 (2017) 357–366.
  • 2018 Chen, G.; Huang, S.
    Understanding Chinese cultural tourists: Typology and profile.
    Journal of Travel & Tourism Marketing 35.2 (2018) 162–177.
  • Brusniak, Friedhelm
    Reiseberichte aus dem 19. und 20. Jahrhundert als Quellen für die historische Chorforschung und den Diskurs über Typologien reisender Musiker und Sänger.
    Res Musica 11 (2019) 99−112.
  • 2019 Fan, D.X., Buhalis, D.; Lin, B.
    A tourist typology of online and face-to-face social contact: Destination immersion and tourism encapsulation/decapsulation.
    Annals of Tourism Research 78 (2019) 102757. DOI Online
    Unterschieden werden: »Disconnected Immersive Traveller, Digital Detox Traveller, Diversionary Traveller, Dual Zone Traveller, Daily Life Controller and Social Media Addict«
  • 2019 Cruz-Milan, O.
    Plog’s model of personality-based psychographic traits
    S. 49–74 in: Camilleri (Hg.): Tourism: A review of empirical research. Tourism Planning and Destination Marketing Band 1. Bingley 2019. Online
    • 2022 ders.: Allocentric.
      S. 136–139 in: Buhalis, D. (Hg.) Encyclopedia of Tourism Management and Marketing. Edward Elgar Publishing 2022.
    • ders.: (2022) Psychocentric.
      S. 587–590 in: dito.
  • Huber, Judith
    Of travels and travails: The role of semantic typology, argument structure constructions, and language contact in semantic change
    Yearbook of the German Cognitive Linguistics Association, 9.1 (2021) 71−94. DOI
  • 2021 Tsai, H.-Y.
    Exploring the motivation-based typology of religious tourists: A study of Welcome Royal Lord Festival.
    Journal of Destination Marketing & Management 21 (2021) 100623.
  • 2022 Joseph, A.I.; Peter, S.; Anandkumar, V.
    Development of a typology of tourists based on pre-trip use of social media.
    International Journal of Hospitality & Tourism Administration 23.4 (2022) 650–678.
  • 2024 Marques, João Filipe; Teresa Isabel Rodrigues
    ‘Enjoyers’,‘seekers’ and ‘vacationers’. Proposal for a typology of motorhome travellers in Europe.
    Tourist Studies 24.2 (2024) 172−194.
  • 2024 Biqiang Liu, Brent Moyle, Anna Kralj, Yaoqi Li
    Towards a typology of virtual tourists: Efficacy of visual patterns and attentional cues
    Tourism Management, 105 (2024) 104943 DOI Online
  • 2026 Aydın, Canan; İçöz,Orhan
    Theories and Models in Tourism and Hospitality Research
    CABI, Tourist Typology Models, 2026, S. 489-495 DOI

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1)
Ege, Moritz; Wietschorke, Jens
Figuren und Figurierungen in der empirischen Kulturanalyse : Methodologische Überlegungen am Beispiel der „Wiener Typen“ vom 18. bis zum 20. und des Berliner „Prolls“ im 21. Jahrhundert.
Zeitschrift für Literatur- und Theatersoziologie LiTheS, 7.11 (2014) 16-35.
Darin „1 Typen, Stereotypen und kulturelle Figuren“ mit einem „kurzen Abriss zu Theorie und Forschungsstand“
2)
Laurence Sterne: Yoricks empfindsame Reise durch Frankreich und Italien (Original: A Sentimental Journey Through France and Italy, London 1768
wiki/figuren_typen_rollen.txt · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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